Wie gefährlich ist Schimmel für die Gesundheit?

Schimmel kann nicht nur erhebliche Schäden an Möbeln, Kleidungsstücken und der Bausubstanz Ihres Zuhauses hinterlassen - auch gesundheitlich sollten Sie die Gefahr auf keinen Fall unterschätzen. Welche Umstände eine Schimmelallergie hervorrufen können und welche Vorkehrungen Sie gegen Schimmel treffen können, erklären wir Ihnen hier. 

Gesundheitliche Risiken bei Schimmel.

Schimmelpilze kommen eigentlich überall vor. Dabei sind die Pilze vor allem dann ein Problem, wenn Sie in einer großen Ansammlung vorkommen und gute Bedingungen zum Wachsen vorfinden. Da sie sowohl draußen, als auch in den eigenen vier Wänden vorhanden sind, treten Allergiesymptome wie Husten, Schnupfen und Asthma auch ganzjährig bei Betroffenen auf. Sollte Schimmel die Atemwege befallen, kann es in besonders schwerwiegenden Fällen sogar lebensgefährlich für Allergiker werden. Zusätzlich zur Atemluft können Schimmelpilze aber auch durch kontaminierte Lebensmittel aufgenommen werden. Dann rufen Sie bei Allergikern meist Magen-Darm-Beschwerden hervor. Deutschlandweit leiden ungefähr 9.000.000 Menschen an einer Schimmelallergie - doppelt so viele wie an Heuschnupfen. Das Problem einer Schimmelpilzallergie ist aber, dass Sie erst sehr spät erkannt wird. Das kommt daher, da die Symptome oft Infekten zugeordnet werden und Atemprobleme und Schnupfen z.B. auf eine Erkältung hinweisen können. Oder die Symptome werden als allergische Reaktion erkannt, aber mit andern Allergien in Verbindung gebracht. Achten Sie deshalb genau darauf, ob Sie bei Symptomen wie Husten oder einer laufenden Nase eine allergische Reaktion auf Schimmel wirklich ausschließen können.
Sollten Sie jedoch vermuten eine Schimmelallergie zu haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ob Sie tatsächlich allergisch auf Schimmelpilze regieren, kann ein medizinischer Fachmann z.B. mit einer Blutuntersuchung oder einem Pricktest herausfinden. Falls eine weitere Behandlung nötig sein sollte, wird Ihnen Ihr Arzt passende Medikamente verschreiben.

Kein Platz für Schimmel: Gesundheit geht vor.

Um Ihre Gesundheit zu schützen, sollten Sie es dem Schimmel nicht zu leicht machen, sich in Ihrem Zuhause auszubreiten. Das bedeutet auch, die Faktoren zu minimieren, die Schimmelbefall begünstigen. Dazu gehört vor allem Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen. Z.B. sollte Sie den Abfalleimer für Bio-Müll häufig leeren und nicht zu lange mit Lebensmittelresten in der Küche stehen lassen. Auch Ihre Klimaanlage kann ein Schimmelherd sein. Sie sollten die Klimaanlage deshalb regelmäßig und sorgfältig reinigen.
Ein größeres Problem besteht, wenn sich Schimmel schon an Ihren Möbeln, Fugen oder an Wänden festgesetzt hat. Abgesehen von baulichen Mängeln, die meist mit aufwendigen Renovierungsarbeiten ausgeglichen werden müssen, kann man Schimmel in den meisten Fällen mit kleinen aber wirkungsvollen Maßnahmen vorbeugen. So sollten Sie regelmäßig die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause überprüfen. Diese beträgt idealerweise 40% bis 60%. Ab einem Wert von 70% steigt das Schimmelrisiko erheblich. Um die geeignete Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten, können Sie ein Hygrometer einsetzen. Dieses Gerät misst die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Behalten Sie aber nicht nur Räume wie das Bad oder die Küche im Blick. Also Orte, in denen eine hohe Luftfeuchtigkeit durch Duschen und Kochen vorausgesetzt wird. Denn auch im Schlafzimmer finden Schimmelpilze geeignete Bedingungen durch eine perfekte Temperatur um die 20 Grad und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Die kommt von ca. 1 Liter Feuchtigkeit die jeder Mensch beim Schlafen freisetzt. Zusätzlich sollten Sie in allen gefährdeten Räumen einen ausreichenden Luftaustausch gewährleisten. Da geht am besten mit über den Tag verteilten Stoßlüftungen für 5 -10 Minuten. Ihren Keller hingegen sollten Sie im Winter dauerlüften und die Fenster im Sommer geschlossen lassen.

Fazit:
Schimmelallergien werden selten direkt erkannt - auch weil im ersten Moment andere Allergien oder Infekte offensichtlicher erscheinen. Falls Sie bei sich Zuhause Schimmel entdecken und sich Husten und plötzlich auftretendes Asthma nicht erklären können, sollten Sie einen Arzt aufsuchen um eine Schimmelallergie ausschließen zu können. Um sich den Allergenen von Schimmel gar nicht erst auszusetzen und damit eine Schimmelallergierisiko zu minimieren, sollten Sie Schimmel vorbeugen - z.B. mit einer optimalen Luftfeuchtigkeit und einer effektiven Belüftung bei Ihnen Zuhause.

Schimmel Schutz