Schimmel in der neuen Wohnung frühzeitig erkennen

Gerade unentdeckter Schimmel kann im Nachhinein zu einer teuren Angelegenheit werden. Wir erklären Ihnen, wie Sie Schimmel erkennen, wo Schimmelsporen besonders häufig auftauchen und wann Sie einen Schimmel Gutachter zur Rate ziehen sollten.

Neue Wohnung, altbekanntes Problem: Schimmelbefall

Lust auf Veränderung, Nachwuchs oder die große Liebe – es gibt viele Gründe in eine neue Wohnung oder sogar ein Haus zu ziehen. In manchen Städten ist aber schon die Wohnungssuche ein einziger Kraftakt und man freut sich umso mehr, wenn man ein geeignetes Objekt gefunden und eine Zusage bekommen hat. Aber dann geht die Arbeit erst richtig los: Denn der eigentliche Umzug ist meist eine Mischung aus Vorfreude und Stress. Klappt alles reibungslos? Kommt alles Wichtige mit? Passen alle Möbel in die neue Wohnung? Was ist mit der Ummeldung von Strom und Heizung? Oft vergisst man unter diesen Fragen die neue Immobilie genau unter die Lupe zu nehmen. 

Wie Sie bei der Besichtigung Schimmel erkennen

Natürlich sollten Sie die neue Wohnung gründlich und umfassend inspizieren. Allerdings gibt es klassische Orte für Schimmelbildung, die sie besonders in den Fokus rücken sollten. Vertrauen Sie aber auch bei der ersten Begehung schon Ihrem ersten Eindruck. Oft haben Wohnungen die feucht sind, einen eigenen, intensiven Geruch. Lassen Sie sich nicht von Raumspray-Gerüchen ablenken. Diese werden manchmal von Vermietern eingesetzt um Schimmelgerüche zu überdecken. Oft sind Schimmelsporen und feuchte Wohnungen aber nicht ganz so einfach zu enttarnen. Im zweiten Schritt sollten Sie deshalb bestimmte Ecken und Räume genauer unter die Lupe nehmen. Dazu gehören vor allem die Räume, die erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Diese Prüfung ist natürlich leichter, wenn die Wohnung leer steht und Schimmelbefall nicht durch Möbel verdeckt werden kann. 

Wo sich Schimmel versteckt

Besonders genau sollten Sie im Bad hinschauen. Hier entsteht Schimmel oft an der Decke, in den Fugen oder dem Silikon der Bade- oder Duschwanne. Dieser Umstand weist meistens auf unzureichende Lüftung des Vorbesitzers oder Vermieters hin. Schauen Sie deshalb, ob Sie in Zukunft eine ausreichende Belüftung gewährleisten können. Ein Fenster im Badezimmer ist hier von großem Vorteil. Wenn Sie häufiger Wäsche in den eigenen vier Wänden trocknen möchten, sollten Sie sich schon jetzt nach einer möglichen Alternative zum Badezimmer umschauen. Weiterhin gilt es, wenn möglich, Außenwände des Gebäudes und den Keller zu kontrollieren. Ist das Mauerwerk feucht und kalt, besteht erhöhte Schimmelgefahr. Einen weiteren Punkt sollten Sie beachten: Ist die Dichtung um die Fenster besonders feucht oder sogar schon von Schimmel befallen? Wenn ja, ist das ein klares Zeichen dafür, dass Sporen auch zukünftig zum Problem werden können. Werfen Sie, wenn möglich bei einer möblierten Wohnung einen Blick hinter die Schränke. Denn sind diese zu nah an die Wand gestellt, ist hier oft Schimmel zu finden. Allerdings sollten Sie sich nicht nur auf Ihren ersten Eindruck verlassen. So können Sie auch zusätzlich einen Schimmel Gutachter zur Rate ziehen, der das Schimmelrisiko genauer einschätzen kann. Mit dem Einsatz eines Hygrometers können Sie außerdem die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung messen. Ab einer Luftfeuchtigkeit von 60% steigt das Schimmelrisiko erheblich.

Fazit: Wenn Sie keinen Schimmel Gutachter hinzuziehen möchten, gibt es nur wenige Chancen potentiellen Schimmel in der neuen Wohnung oder einem Bestandshaus zu 100% auszuschließen. Allerdings können Sie einige Punkte beachten, um das Risiko von Schimmel richtig einzuschätzen. So können Sie besonders anfällige Wohnungen und Häuser schon bei der Besichtigung von Ihrer Liste streichen und ersparen sich so ein böses erwachen in der vermeintlichen Traumimmobilie.

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